Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

 

Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis - Seminardetails


aktuelles Semester: WS24/25
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Das Online-KomVor ermöglicht nach der Registierung das Erstellen eines persönlichen Stundenplanes für die eigene Planung.

Die Seminaranmeldung erfolgt in beiden Bachelor Studiengängen in zwei Phasen unter "Prüfungsverwaltung" im
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Erste Online-Seminaranmeldung bis 29.07.2024, 14:00 Uhr
Zweite Online-Seminaranmeldung bis 30.09.2024, 14:00 Uhr

(Mehr Infos in der Hilfe)

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Semester:SS24
 
Titel:

'… weil ihre Kultur so ist'. Soziale Arbeit im Kontext von antimuslimischem Rassismus

 
 
Lehrgebiet/Studienbereich:ohne Fachgebiet 
 
Scheine / Modul:BA Soz Prüfungen WM.2: Wahlmodul (2 SWS - Prüfungsordnung 2021 ab Sommersemester 2022)

BA Soz Prüfungen WM.1/2: Wahlmodul (2 SWS - Prüfungsordnungen 2011/2015)
BA Soz Prüfung WM.1: Wahlmodul (2 SWS - Prüfungsordnung 2021 ab Sommersemester 2022)
BA Kipäd Prüfung WA.1: Wahlmodul (2 SWS - Prüfungsordnungen ab 2014)
 
DozentIn:Büyükmavi, Meltem, M.A.
 
Seminarformat:Seminar möglichst vor Ort, nur soweit das nicht möglich ist, online

(Aktuelle Planung - Die konkrete Umsetzung besprechen die Lehrenden mit den Studierenden zum Seminarbeginn in der ersten Sitzung. Hinweise zum Seminarstart finden Sie in Moodle.)
 
Zeit:Freitag,
12:30 Uhr bis 14:00 Uhr
(14-tägig und Blocktermine)
Seminarumfang:2 SWS
Seminarbeginn:19.04
 
Raum:Fr.+Blocktage 03.2.052
 
Kommentar:
[editieren]
Das Seminar findet 14-tägig freitags als je 90-minütiges Langzeitseminar sowie an zwei Blocktagen statt: in sechs Sitzungen zweiwöchig (19.04.2024, 03.05.2024, 17.05.2024, 07.06.2024, 21.06.2024, 05.07.2024) je Freitag, 12.30 bis 14.00 Uhr; als Block an zwei Samstagen: 15.06.2024 und 29.06.2024, jeweils 11.00 bis 16.00 Uhr

Teilnahmebeschränkung:

Dieses Seminar ist auf 35 TeilnehmerInnen beschränkt. (angemessene Seminargröße für sensitive Diskussionen)

Inhalt:

Antimuslimischer Rassismus bezeichnet eine spezifische Form von Rassismus, die sich gegen Muslim*innen sowie Menschen richtet, die als Muslim*innen wahrgenommen werden. Aktuelle Einstellungsstudien belegen eine weite Verbreitung und Akzeptanz antimuslimischer Einstellungen in der Gesellschaft. Diese Befunde decken sich mit Erhebungen zu Erfahrungen mit antimuslimischem Rassismus aus Betroffenenperspektive. Antimuslimischer Rassismus zeigt sich in vielschichtigen gesellschaftlichen Ausgrenzungs- und Diskriminierungsprozessen. Diese äußern sich gesellschaftlich-kulturell-diskursiv, individuell-interpersonell (bis hin zu physischer Gewaltanwendung) sowie institutionell.

Soziale Arbeit agiert stets im Rahmen wirkender Machtverhältnisse und ist auf verschiedene Weise mit diesen verwoben. Gleichzeitig verpflichtet sie sich als Institution der Herstellung von mehr sozialer Gerechtigkeit. Gerade die Normalisierung von antimuslimischen Narrativen macht es für die Soziale Arbeit demnach notwendig, aus einer macht- und selbstreflexiven Perspektive ihre eigenen Strukturen und Routinen im Hinblick auf eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen, die von antimuslimischem Rassismus betroffen sind, in den Blick zu nehmen.

Hierfür wollen wir uns zunächst mit historischen Traditionslinien, Begriffen und Konzepten sowie Funktionen und Wirkweisen dieser speziellen Form von Rassismus befassen. Gemeinsam wollen wir untersuchen, welche rassifizierenden und kulturalisierenden Erklärungsmuster, strukturellen Barrieren und Leerstellen existieren, die in Ausschlüssen münden und Teilhabemöglichkeiten von Betroffenen einschränken. In diesem Kontext sollen auch Fragen im Zusammenhang mit der Etablierung einer muslimischen Wohlfahrtspflege berührt werden. Auf dieser Grundlage werden abschließend Maßnahmen zur Professionalisierung und rassismuskritischen Praxisentwicklung in der Sozialen Arbeit Gegenstand sein.

Empfehlungen zu speziellen Kenntnissen und Bereitschaften:

Bereitschaft zur Reflexion eigener Wahrnehmungs- und Handlungsmuster sowie von institutionellen Strukturen und Praxen in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit.

Arbeitsformen:

Vorträge, Präsentationen, Text-/Medienarbeit, Diskussionsrunden, Kleingruppenarbeit, Reflexionsphasen, Fallbesprechungen, Moderationen, Referate

Prüfungsleistungen bzw. Testat:

Option 1: Schriftliche Ausarbeitung eines Themas mit Bezug zum Seminar (10-12 Seiten) + Verpflichtende Teilnahme an einem Vorgespräch. Die schriftliche Ausarbeitung umfasst 8-10 Seiten, zzgl. Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und Literaturverzeichnis. Formalia: z.B. Schriftart Calibri, Schriftgröße 11, Zeilenabstand 1,5 (s. WAS-Reader); Option 2: Referat + Handout + verpflichtende Teilnahme an einem Vorgespräch. Bei Einzelreferaten beträgt die Dauer 10 Minuten, das Handout umfasst 2 Seiten; bei Gruppen-Referaten beträgt die Dauer max. 30 Minuten, das Handout umfasst 4 Seiten.

Basisliteratur:

Shooman, Yasemin, 2016. Antimuslimischer Rassismus – Ursachen und Erscheinungsformen. Hrsg. vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (IDA). Download unter https://kurzelinks.de/hvob (Letzter Zugriff: 18.01.2024)

 
Anwesenheit:Ein grundlegendes Ziel des Studiums sind auch die in den Modulhandbüchern beschriebenen Sozial- und Subjektkompetenzen im Bereich der Kommunikation und der sozialen Interaktion. Gerade diese Kompetenzen werden zu einem wesentlichen Anteil auch in der Begegnung in den Seminaren erworben. Insofern ist Ihre Teilnahme wichtig!

Für dieses Seminar ist die Teilnahme nach § 12 Abs. 6 der RahmenPO aber keine formale Voraussetzung für die Prüfung oder das Testat. Bitte beachten Sie, dass Sie sich die Inhalte und Kompetenzen, die in den Seminarsitzungen vermittelt werden, selbstständig aneignen müssen, wenn Sie nicht teilnehmen. Sie haben keinen Anspruch, dass alle Inhalte der Seminarsitzungen auch in anderer Form bereitgestellt werden, ggf. müssen sie diese selbst recherchieren und erlernen.

In Seminaren mit Referaten, Präsentationen u.ä. als Prüfungsleistung oder Testat ist eine Anwesenheit an der dafür festgelegten Sitzung in jedem Fall als Prüfungs- bzw. Testattermin erforderlich (sofern keine Regelung zum Nachteilsausgleich bzw. zur angemessenen Berücksichtigung familiärer Fürsorge eingreift).

In Seminaren mit Prüfungen/Testaten in Gruppenarbeit, Referaten, Präsentationen u.ä. müssen Sie außerdem an dem im KomVor oder im Seminar ggf. angegebenen Termin zur Abstimmung der Gruppen bzw. der Themen und Termine für Referate, Präsentationen u.ä. teilnehmen oder sich entsprechend der Angaben des/der Lehrenden bei ihm/ihr melden um das abzustimmen – ggf. müssen Sie sich dann selbst eine Gruppe suchen oder Sie werden zu einem Thema, Termin bzw. einer Gruppe zugewiesen.

 
Seminaranmeldung:In den Bachelor-Studiengängen, im Master Empowerment Studies und im Master Soziale Arbeit und Pädagogik mit Schwerpunkt Psychosoziale Beratung erfolgt die erste Phase der Seminaranmeldung bis zum 29.07.2024, 14:00 Uhr und die zweite Phase bis zum 30.09.2024, 14:00 Uhr im
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(soweit nicht oben im Kommentar anders angegeben).

Die Seminaranmeldung finden Sie im eCampus nach Login unter "Prüfungsverwaltung im OSSC", eine Beschreibung des Verfahrens finden Sie hier:
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Prüfungsanmeldung und Testatanmeldung:Frist zur Prüfungs- und Testatanmeldung für dieses Seminar:
29.03.2024 bis 21.05.2024


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(soweit nicht oben im Kommentar anders angegeben).

Die Prüfungsanmeldung (auch zur Anmeldung zum Testat) finden Sie im eCampus nach Login unter "Prüfungsverwaltung im OSSC", eine Beschreibung des Verfahrens finden Sie hier:
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