Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

 

Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Faculty of Social Sciences and Cultural Studies

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis - Seminardetails


aktuelles Semester: WS24/25
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Semester:SS24
 
Titel:

Was Soziale Arbeit mit #metoo und Co zu tun hat: Einführung zu Sexismus, sexualisierte Gewalt und Gegenwehr

 
 
Lehrgebiet/Studienbereich:Soziologie 
 
Scheine / Modul:BA Soz Prüfungen A 3.1, Modul: Gesellschaftliche Strukturen und Entwicklungen (Prüfungsordnung 2011/2015/2021)
BA Soz Prüfungen S 6.1-3: Schwerpunkt: Exklusion-Inklusion-Diversity (Prüfungsordnung 2011/2015/2021)
BA Soz Prüfungen S 11.1-3: Schwerpunkt: Zivilgesellschaft (Prüfungsordnung 2011/2015/2021)
BA Soz Prüfungen S 12.1-3: Schwerpunkt: Aktuelle Theorie- und Forschungsperspektiven in der Sozialen Arbeit (Prüfungsordnung 2011/2015/2021)
BA Soz Prüfungen WM.2: Wahlmodul (Prüfungsordnung 2021 ab Sommersemester 2022)

BA Kind Prüfung WA.1: Wahlmodul (Prüfungsordnung 2014/2015/2021)
BA Soz Prüfungen WM.1/2: Wahlmodul (Prüfungsordnungen 2011/2015)
BA Soz Prüfung WM.1: Wahlmodul (Prüfungsordnung 2021 ab Sommersemester 2022)
 
DozentIn:Leidinger, Christiane, Prof. Dr.
 
Seminarformat:Seminar möglichst vor Ort, nur soweit das nicht möglich ist, online

(Aktuelle Planung - Die konkrete Umsetzung besprechen die Lehrenden mit den Studierenden zum Seminarbeginn in der ersten Sitzung. Hinweise zum Seminarstart finden Sie in Moodle.)
 
Zeit:Mittwoch,
08:30 Uhr bis 11:45 Uhr
Seminarumfang:4 SWS
Seminarbeginn:17.04
 
Raum:03.2.052
 
Kommentar:
[editieren]
Die Bereitschaft zur selbständigen, auch umfangreicheren Lektüre von theoretischen Texten wird ebenso vorausgesetzt wie ein verantwortungsbewusster Umgang mit einem emotional belastenden, politischen und kontroversen Themenfeld sowie ein ausgeprägtes Interesse an Reflexion und gemeinsamer Diskussion.

Bitte bringen Sie zur ersten Sitzung ein internetfähiges Gerät mit, mit den Sie auf Moodle zugreifen können.
Danke.

Teilnahmebeschränkung:

Dieses Seminar ist auf 45 TeilnehmerInnen beschränkt. (Didaktik, Kleingruppen, Selbstreflexion)

Inhalt:

Der Hashtag #metoo, unter dem Frauen* insbesondere 2017/2018 Sexismus- und Gewalterfahrungen miteinander teilten, holte die Debatte, die mit #aufschrei sowie der Diskussion über einen sexistischen Kommentar eines FDP-Politikers 2013 begonnen hatte, zurück in gesellschaftliche Auseinandersetzung. Seit den Übergriffen auf Frauen in der Kölner Sylvesternacht 2015/16 wird das Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen jedoch insbesondere von rechtspopulistischen/völkisch-autoritären sowie von (extrem) rechten Kräften politisch instrumentalisiert und durch pauschale Zuschreibungen von Täterschaft Rassismus geschürt: gegen Schwarze Jungs und Männer, gegen Geflüchtete, gegen Männer of Color, gegen muslimische Jungs und Männer – oder die, die dafür gehalten werden. Feminist*innen reagierten auf die Besetzungsversuche des Themas Gewalt gegen Frauen mit der Twitter-Kampagne #ausnahmslos – „Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus. Immer. Überall“ und Demonstrationen unter dem Slogan „Unser Feminismus ist antirassistisch“.

Aber was hat das mit Sozialer Arbeit zu tun?
Zum einen sind Anti-Gewalt-Arbeit und Anti-Diskriminierungsberatung wichtige Felder, teilweise zielgruppenspezifischer Sozialer Arbeit. Zum anderen haben „Professionsangehörige“ der Sozialen Arbeit die „Pflicht“ „jegliche Diskriminierung zu unterlassen und der Diskriminierung durch andere entgegenzuwirken und diese nicht zu dulden“. Die „Professionsangehörigen distanzieren sich von Gewalt“ – so steht es beispielweise in den berufsethischen Prinzipien des Deutschen Berufsverbandes für die Soziale Arbeit (DBSH).

Daran knüpft sich die Frage: Was wird unter Diskriminierung verstanden? Was unter Gewalt? Was ist Sexismus? Was ist sexualisierte Gewalt? Was ist geschlechtsbezogene Gewalt? Was ist ein Schutzkonzept? Wie überschneiden sich (intersektional) Macht- und Herrschaftsverhältnisse wie Sexismus und Rassismus – auch historisch? Wie überschneiden sich Sexismus und Lesbenfeindlichkeit? Oder Sexismus und Behindertenfeindlichkeit/Ableism? Welche Formen von feministischer Gegenwehr gab und gibt es? Diesen Fragen werden wir uns anhand von theoretischen, empirischen und praxisorientierten Texten widmen und weitere Materialien (z.B. Erklärfilme, Dokumentationen und Zeitungsartikel) hinzuziehen.

Ein wichtiges Ziel des Seminars ist es, Sexismus, sexistische Diskriminierung und sexualisierte Gewalt nicht als jeweils individuelles Problem von Betroffenen wahrzunehmen, sondern als gesellschaftliches Problem zu erkennen und sich entsprechende Kenntnisse anzueignen, um begründet professionsethisch in der Sozialen Arbeit wie in der frühkindlichen Pädagogik und Familienbildung handeln zu können: einzugreifen und für politische Änderungen einzutreten.

Empfehlungen zu speziellen Kenntnissen und Bereitschaften:

Die Bereitschaft zur selbständigen, auch umfangreicheren Lektüre von theoretischen Texten wird ebenso vorausgesetzt wie ein verantwortungsbewusster Umgang mit einem emotional belastenden, politischen und kontroversen Themenfeld sowie ein ausgeprägtes Interesse an Reflexion und gemeinsamer Diskussion.

Arbeitsformen:

Vorab-Lektüre, AG-Arbeit, Plenums- und AG-Diskussionen, Reflexionsübungen, Kurzpräsentationen, ggf. Expert*innengespräch

Prüfungsleistungen bzw. Testat:

Die semesterbegleitende Prüfungsleistung besteht für alle aus zwei Teilleistungen:
einer theoretischen Aufgabe (Punkt 1.+2.) und einer praktischen Aufgabe (Punkt 3.).

Kurzübersicht:

1. Reading Diary zu 3 Seminar-Texten (3x 1,5-2 S.) zur jeweiligen Seminarsitzung mit Überarbeitungsmöglichkeit nach der Sitzung

2. Fragenbeauftragte*r-Handout zu 2 weiteren Seminar-Texten (2x ca. 1 S.) zur jeweiligen Seminarsitzung mit Überarbeitungsmöglichkeit nach der Sitzung

3. Recherche und Dokumentation (mind. 1 S.) Projekt/Einrichtung/Träger + Kurz-Präsentation (1-5 min. – seminargruppengrößenabhängig) zu einer Seminarsitzung

Unter Student*innen: Textabsprachen in der 1. + 2. Sitzung bzw. online, Projektabsprachen online auf Moodle.
Langversion im Seminarplan zum Seminarstart.
Bewertungskriterien + Merkblätter auf Moodle.

Alle Teile der Prüfungsleistung müssen bestanden sein, um die Prüfungsleistung insgesamt zu bestehen.

Sonstige Informationen:

Bitte bringen Sie zur ersten Sitzung ein internetfähiges Gerät mit, mit den Sie auf Moodle zugreifen können.
Danke.

Basisliteratur:

Arndt, Susan (2020): Sexismus. Geschichte einer Unterdrückung. München: C.H. Beck.

Becker, Julia C. (2014): Subtile Erscheinungsformen von Sexismus. In: APuZ. Aus Politik und Zeitgeschichte, 64. Jg. 8/2014 (17.2.2014), S. 29-34.

Diehl, Charlotte/Rees, Jonas/Bohner, Gerd (2014): Die Sexismus-Debatte im Spiegel wissenschaftlicher Erkenntnisse. In: APuZ. Aus Politik und Zeitgeschichte, 64. Jg. 8/2014 (17.2.2014), S. 22-28.

González Athenas, Muriel (2017): Othering über rassifizierten Sexismus in der sozialen Praxis und in historischer Perspektive. In: Journal Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW Nr. 41/2017, S. 63-67. URL zum Download: https://www.netzwerk-fgf.nrw.de/fileadmin/media/media-fgf/download/publikationen/netzwerkfgfjournal41171219fweb201.pdf

Kolshorn, Maren (2018): Entwicklung von Schutzkonzepten. In: Retkowski, Alexandra/ Treibel, Angelika/Tuider, Elisabeth (Hrsg.): Handbuch Sexualisierte Gewalt pädagogische Kontexte. Theorie, Forschung, Praxis. Weinheim: Beltz Juventa, S. 599-608.

Leidinger, Christiane (2022): Politisch-strategisch aufgestellt? Zum Umgang (feministischer) Sozialer Arbeit mit der rassistischen Instrumentalisierung und Thematisierung sexualisierter Gewalt – Überlegungen aus sozial- und politikwissenschaftlicher Perspektive. In: Kasten, Anna/von Bose, Käthe/Kalender, Ute (Hrsg.): Feminismen in Sozialer Arbeit. Debatten, Dis/Kontinuitäten, Interventionen. Weinheim: Beltz Juventa 2022, S. 261-281.

Retkowski, Alexandra/ Treibel, Angelika/Tuider, Elisabeth (Hrsg.) (2018): Handbuch Sexualisierte Gewalt pädagogische Kontexte. Theorie, Forschung, Praxis. Weinheim: Beltz Juventa.

Scherr, Albert (2016): Diskriminierung. In: APuZ. Aus Politik und Zeitgeschichte, 66. Jg. 9/2016 (29.2.2016), „Antidiskriminierung“, S. 3-10.

Walgenbach, Katharina (2017): Heterogenität – Intersektionalität – Diversity in der
Erziehungswissenschaft. Opladen/Toronto: Barbara Budrich, 2. durchg. Aufl.

Wizorek, Anne (2014): Weil ein #aufschrei allein nicht reicht. Für einen Feminismus von heute. Frankfurt/M.: Fischer.

Weitere Literatur zu Semesterbeginn im Seminarplan.

 
Anwesenheit:Ein grundlegendes Ziel des Studiums sind auch die in den Modulhandbüchern beschriebenen Sozial- und Subjektkompetenzen im Bereich der Kommunikation und der sozialen Interaktion. Gerade diese Kompetenzen werden zu einem wesentlichen Anteil auch in der Begegnung in den Seminaren erworben. Insofern ist Ihre Teilnahme wichtig!

Für dieses Seminar ist die Teilnahme nach § 12 Abs. 6 der RahmenPO aber keine formale Voraussetzung für die Prüfung oder das Testat. Bitte beachten Sie, dass Sie sich die Inhalte und Kompetenzen, die in den Seminarsitzungen vermittelt werden, selbstständig aneignen müssen, wenn Sie nicht teilnehmen. Sie haben keinen Anspruch, dass alle Inhalte der Seminarsitzungen auch in anderer Form bereitgestellt werden, ggf. müssen sie diese selbst recherchieren und erlernen.

In Seminaren mit Referaten, Präsentationen u.ä. als Prüfungsleistung oder Testat ist eine Anwesenheit an der dafür festgelegten Sitzung in jedem Fall als Prüfungs- bzw. Testattermin erforderlich (sofern keine Regelung zum Nachteilsausgleich bzw. zur angemessenen Berücksichtigung familiärer Fürsorge eingreift).

In Seminaren mit Prüfungen/Testaten in Gruppenarbeit, Referaten, Präsentationen u.ä. müssen Sie außerdem an dem im KomVor oder im Seminar ggf. angegebenen Termin zur Abstimmung der Gruppen bzw. der Themen und Termine für Referate, Präsentationen u.ä. teilnehmen oder sich entsprechend der Angaben des/der Lehrenden bei ihm/ihr melden um das abzustimmen – ggf. müssen Sie sich dann selbst eine Gruppe suchen oder Sie werden zu einem Thema, Termin bzw. einer Gruppe zugewiesen.

 
Seminaranmeldung:In den Bachelor-Studiengängen, im Master Empowerment Studies und im Master Soziale Arbeit und Pädagogik mit Schwerpunkt Psychosoziale Beratung erfolgt die erste Phase der Seminaranmeldung bis zum 29.07.2024, 14:00 Uhr und die zweite Phase bis zum 30.09.2024, 14:00 Uhr im
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(soweit nicht oben im Kommentar anders angegeben).

Die Seminaranmeldung finden Sie im eCampus nach Login unter "Prüfungsverwaltung im OSSC", eine Beschreibung des Verfahrens finden Sie hier:
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Prüfungsanmeldung und Testatanmeldung:Frist zur Prüfungs- und Testatanmeldung für dieses Seminar:
29.03.2024 bis 06.05.2024


Wenn Sie im eCampus einen Seminarplatz erhalten haben (in den Masterstudiengängen ggf. abweichende Regelungen beachten) oder wenn der*die Dozent*in Sie nachträglich im Seminar zugelassen hat, müssen Sie sich zusätzlich innerhalb der oben genannten Frist selbst im eCampus zur Prüfung bzw. zum Testat anmelden.
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(soweit nicht oben im Kommentar anders angegeben).

Die Prüfungsanmeldung (auch zur Anmeldung zum Testat) finden Sie im eCampus nach Login unter "Prüfungsverwaltung im OSSC", eine Beschreibung des Verfahrens finden Sie hier:
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